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- ehemaliges Bundesland des Deutschen Reiches
- seit 1949 Bundesland der BRD
• Flaggen
• historische Flaggen
• Bedeutung/Ursprung der Flagge
• inoffizielle historische Flaggen
• Wappen
• Bedeutung/Ursprung des Wappens
• Hinweise zur Verwendung des Wappens
• Die Kokarde
• regionale Flaggen
–
Franken
• Landkarte
• Zahlen und Fakten
• Geschichte
• Ursprung des Landesnamens

Landesflagge,
mit Streifen,
Quelle, nach: Flags of the World




Landesflagge,
mit Rauten,
Quelle, nach: Flags of the World






Flagge des Ministerpräsidenten und des stellvertretenden Ministerpräsidenten,
Wagenstander,
Quelle, nach: BayVwAo Bayer. Staatsflaggen




Flagge für Staatsminister und Staatssekretäre,
Wagenstander,
Quelle, nach: BayVwAo Bayer. Staatsflaggen




Flagge für den Bevollmächtigten des Freistaats Bayern beim Bund,
für den Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs,
für den Präsidenten des obersten Rechnungshofs,
Wagenstander,
Quelle, nach: BayVwAo Bayer. Staatsflaggen





1806–1835,
Flagge des Königs von Bayern,
Quelle, nach: Flags of the World




1835–1918,
Flagge des Königs von Bayern,
Quelle, nach: Flags of the World




ca. 1813,
Flagge der National-Feldbataillone,
Quelle, nach: Brigade-Uniformtafel Nr. 102





Die Landesfarben von Bayern sind Weiß und Blau. Sie entsprechen den Farben des ehemaligen bayerischen Herrschergeschlechts der Wittelsbacher. In der Landesverfassung vom 02.12.1946 wurden Weiß und Blau als Landesfarben bestätigt.
Die bayerische Flagge war offiziell zunächst immer die weiß-blaue Rautenflagge. Jedoch wurden in der Praxis auch Streifenflaggen verwendet, gerade beim Militär, und ganz besonders ab der Ära Napoleon, in der gestreifte National- bzw. Staatsflaggen populär wurden. Jedoch wurde die Streifenflagge mit zwei gleich breiten horizontalen Streifen in Weiß und Blau erst am 11.09.1878 offiziell eingeführt. Die Rautenflagge hat vorgeschriebenermaßen 21 Rauten und beginnt in der Oberecke mit einer weißen Raute.
Die Rauten stammen aus der Heraldik der Grafen von Bogen und sind seit 1204 bekannt. Im Jahr 1242 gingen sie an die Wittelsbacher über. Im Jahre 1953 wurden als Staatsflaggen die Streifenflagge und die Rautenflagge festgelegt. Es gibt keine besondere Landesdienstflagge. Darstellungen mit Wappen auf den Flaggen sind nicht offiziell.
Ein für die Flagge bedeutsames Ereignis war die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Deutschen Reich im Jahre 1933. Alle offiziellen Nicht-Hakenkreuz-Flaggen die auf den Föderalismus, regionale Bezüge oder das Kaiserreich zurückgingen wurden zwischen 1933 und 1935 abgeschafft. Für die Nationalsozialisten galten die föderale Struktur des Deutschen Reiches, seine historisch gewachsenen Länder, als überholt, als Relikte einer zu überwindenenden Vergangenheit. In diesem Sinne wurden mehrere Gesetze erlassen, am 31.03.1933 das 'Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich', am 07.04.1933 das 'Zweite Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich' und schließlich, am 30.01.1934 das 'Gesetz über den Neuaufbau des Reiches'. Die föderale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wurde damit durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder wurden bedeutungslos. Ämter und Behörden hatten ab jetzt die Hakenkreuzflagge als Dienstflagge zu verwenden, und zwar bis zum 15. September 1935, als mit dem Reichsflaggengesetz eine Dienstflagge für alle Ämter und Behörden des Reiches geschaffen wurde. Die Ministerpräsidenten der Länder, ab spätestens 1933 alle von der NSDAP – und dann meist Reichsstatthalter genannt – blieben jedoch bis 1945 im Amt. Die entsprechenden Landesfarben galten mit Einschränkungen zwar weiter, auf jeden Fall aber nicht in Form von Flaggen. Sie wurden z.B. vereinzelt an Uniformen der SA oder bei bestimmten Dienstgraden der Hitlerjugend in der Brustschnur verwendet.
Nach dem Krieg wurde die Verwaltung innerhalb des Deutschen Reiches neu aufgebaut, und zwar lokal, über die Struktur der Länder. Das waren teilweise alte Länder, teilweise wurden neue Länder geschaffen. Dabei besann man sich oft der alten Landesfarben und reaktivierte sie – oder man schuf neue – für eingeschränkte hoheitliche Aufgaben, die der Kontrolle durch die Alliierten unterstanden. Mit der Gründung der BRD und der DDR wurde für beide Gebilde eine interne Länderstruktur final festgelegt und es wurden entsprechende offizielle Flaggen für die Länder eingeführt.
Offiziell sind für Bayern zwei Blautöne zugelassen: Dunkelblau CMYK 100-60-0-0, und Hellblau CMYK 100-15-0-0. Auf dieser Webseite sind – nur zur Verdeutlichung des Unterschieds – die heutigen Flaggen im Dunkelblau gehalten, und die historischen Flaggen im Hellblau.
Quelle:
World Statesmen,
Discovery '97,
Volker Preuß,
Jürgen Kaltschmitt,
Uniform-Fibel,
Beflaggungsregelungen für Bayern

Die hier gezeigten Flaggen sind historisch überliefert, weil sie vielleicht auf Gemälden auftauchten oder in Beschreibungen erwähnt wurden, aber offiziell waren sie nie. Bayern verwendete offiziell (amtlich festgelegt) immer die Rautenflagge, bzw. erst ab 1878 die zweistreifige Flagge in Weiß und Blau.

18. Jahrhundert,
Quelle, nach: World Statesmen




1820–1848,
Quelle, nach: World Statesmen




1848–1878,
Quelle, nach: World Statesmen





13. Jhd. – 14. Jhd.,
Wappenschild des Herzogtums Bayern

14. Jhd. – 1623,
Wappenschild des Herzogtums Bayern

1623–1805,
Wappenschild des Kurfürstentums Bayern

1806–1835,
Wappenschild des Königreichs Bayern

1835–1918,
Wappenschild des Königreichs Bayern

1918–1923,
Wappenschild des Freistaats Bayern

1923–1950,
Wappenschild des Freistaats Bayern

seit 1950,
kleines Staatswappen

seit 1950,
großes Staatswappen

seit 1950,
Wappenschild des Freistaats Bayern

seit 1987,
Landessymbol Freistaat Bayern,
Quelle, nach: www.stmi.bayern.de

seit 1987,
Landessymbol Franken,
Quelle, nach: www.stmi.bayern.de
Quelle, nach/by: www.heraldique-europeenne.org, ca.2010,
Wikipedia (D),
www.stmi.bayern.de,
Volker Preuß

Das Wappen des Königreichs Bayern ist viergeteilt mit einem Herzschild in der Mitte. Das erste Feld zeigt einen goldenen Löwen mit roter Krone auf Schwarz, und steht für die Pfalz. Das zweite Feld ist Weiß und Rot im Zickzackschnitt geteilt ("fränkischer Rechen" genannt), und steht für Franken. Das dritte Feld zeigt zwei rot-weiße Pfähle, dazwischen ein goldenens Feld. Es steht für die Markgrafschaft Burgau. Das vierte Feld zeigt einen blauen Löwen mit goldener Krone auf weißem Grund. Dies ist der Veldenzer Löwe. Er kennzeichnet die zuletzt herrschende Linie der Wittelsbacher, und verweist auf die Abstammung der königlichen Familie von einem mittelrheinischen Dynastengeschlecht. Der Herzschild in der Mitte zeigt die blau-weißen Rauten. Als Schildhalter dienen bis heute zwei bayerische Löwen, wenn sie auch nach 1919 ihre Kronen haben abgeben müssen.
Das Wappen des Freistaates Bayern wurde 1923 entworfen. Der Herzschild mit den Rauten wurde entfernt, und die Rauten wurden in das erste Feld des viergeteilten Wappenschildes platziert. Der pfälzische Löwe wechselte so vom ersten Feld in das zweite, der fränkische Rechen wechselt vom zweiten Feld in das dritte, der Veldenzer Löwe wurde ganz entfernt, und anstelle der Pfähle der Markgrafschaft Burgau erscheinen nun die Hohenstaufischen schwarzen Löwen (Schwaben) auf goldenem Grund. Eine Krone bedeckt die ganze Schildoberseite und nennt sich "Volkskrone".
Das heutige bayerische Staatswappen ist durch das "Gesetz über das Wappen des Freistaates Bayern" von 1950 festgelegt. Es gibt nur ein Kleines Staatswappen (Rautenschild mit Volkskrone) und ein Großes Staatswappen (vierfach geteilter Schild mit Herzschild und Volkskrone). Das Große Staatswappen wird immer von zwei Löwen als Schildhalter begleitet und zeigt seit 1923 die "Volkskrone".
Der heutige Wappenschild ähnelt wieder mehr dem königlichen Wappen von vor 1919, denn der Herzschild mit den Rauten taucht wieder auf, und Feld 1 (Pfalz, obwohl 1945 abgetreten, steht nunmehr für die Oberpfalz) und 2 (Franken) stimmen überein. In das dritte Feld wurden die Hohenstaufischen Löwen (Schwaben) aufgenommen. Im vierten Feld ein blauer "Löwe" auf Silber, der eigentlich keiner ist. Es ist kein Löwe und kein Panther, sondern ein "Pantier", ein Fabelwesen, eine Art Drache, welches im Maul keine rote Zunge sondern eine rote Flamme zeigt. Der Pantier wird oft "Sponheimer Löwe" genannt. Er geht auf das Herrschergeschlecht derer von Sponheim zurück und taucht unter anderem im Wappen von Ingolstadt auf. Der "Sponheimer Löwe" ging im Jahre 1260 an die Wittelsbacher über. Im heutigen bayerischen Wappen steht er für Ober- und Niederbayern (Altbayern).
Quelle: Volker Preuß, Stephan Gorski

Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Löwe in der Heraldik". Ausführungen, Varianten, Entwicklung, sowie Panther und Leoparden.


Wer darf das bayerische Staatswappen tatsächlich benutzen? [Zitat] ... Für beide Staatswappen gilt: Nicht jeder darf sie nutzen, etwa im eigenen Briefkopf oder auf einer Internetseite verwenden. Das große und das kleine bayerische Staatswappen sind als staatliche Hoheitszeichen dem öffentlichen Bereich vorbehalten. Daneben dürfen sie nur zu künstlerischen, kunstgewerblichen oder wissenschaftlichen Zwecken oder zu Zwecken des Unterrichts und der staatsbürgerlichen Bildung verwendet werden. Alles andere bedarf der Genehmigung der zuständigen Regierung. Grundlage ist die Verordnung zur Ausführung des Gesetzes über das Wappen des Freistaates Bayern. Die Genehmigung kann nur in besonders begründeten Ausnahmefällen erteilt werden. Um der Missbrauchsgefahr zu begegnen, ist das unbefugte Benutzen der Staatswappen oder von Teilen von ihnen als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße bedroht. ... [Zitat Ende, Quelle Zitat:
www.stmi.bayern.de]. Natürlich gibt es den Wunsch das Wappen Bayerns oder Frankens genehmigungsfrei von jedermann zu benutzen. Für diese Zwecke wurden 1987 entsprechende Landessymbole geschaffen.
Volker Preuß


bis 1919, Kokarde von Bayern,
Quelle, nach: www.altearmee.de

Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Kokarden".

Kokarde

Die BRD und ihre Länder, interaktive Karte:

Quelle: Freeware, University of Texas Libraries, modyfied by: Volker Preuß
Das heutige Bayern erscheint auf der Karte in Blau, und die gelbe Umrandung zeigt die Grenzen des Herzogtums Bayern am Ende des 10. Jhd.

Fläche: 70.552 km²
Einwohner: 12.560.000 (2011)
Bevölkerungsdichte: 178 Ew./km²
Religionen: 55% Katholiken, 20% Protestanten, 4% Moslems
Hauptstadt: München, 1.350.000 Ew. (2010)
Währung bis 1876: 1 Gulden = 60 Kreuzer
Währung 1876–1924: 1 Mark = 100 Pfennig
Währung 1924–1948: 1 Reichsmark (RM) = 100 Reichspfennig (Rpf.)
Währung 1949–2001: 1 Deutsche Mark (DM) = 100 Pfennig (Pf.)
Währung ab 2002: 1 Euro (€, EUR) = 100 Cent (Ct.)
Quelle: Wikipedia (D),
Der Michel,
Volker Preuß

6. Jhd. bis 788 · erstes Herzogtum Bayern
907–937 · Erneuerung des Herzogtums Bayern
976 · der Südosten des Herzogtums Bayern wird als Herzogtum Kärnten abgetrennt
1070 · das Haus Welf (Welfen) erhält die Herzogswürde
1180 · die Steiermark wird von Bayern abgetrennt und zum Herzogtum unter dem Haus der Ottokare erhoben
1180 · Beginn der Regentschaft der Wittelsbacher im Herzogtum Bayern (bis 1918)
1329 · Erbteilung in Pfalz und (Alt)Bayern
1356 · 'Goldene Bulle', die Kurwürde geht an die Pfalz
1429–1503 · Erbteilungen
1506 · Einführung der Primogenitur zur Verhinderung von Erbteilungen
1620 · Schlacht am Weißen Berge, der bayerische Feldherr Tilly schlägt die Protestanten und besetzt kurz danach die Pfalz
1623 · Herzog Maximilian I. wird zum Kurfürsten erhoben, die Oberpfalz kommt an Bayern
1776 · die bayerische Linie der Wittelsbacher stirbt aus, die pfälzische Linie der Wittelsbacher erbt das Kurfürstentum Bayern
1800 · Invasion französischer Truppen unter Napoléon
1803 · Vereinigung von Bayern und der Pfalz unter der pfälzischen Linie der Wittelsbacher
1805 · Invasion französischer Truppen unter Napoléon, das Kurfürstentum Bayern schlägt sich auf die Seite Frankreichs
1805 · die österreichischen Gebiete Salzburg, Tirol, Vorarlberg werden Bayern angeschlossen
01.01.1806 · das Kurfürstentum Bayern wird von Napoléon zum Königreich erhoben
12.07.1806 · Gründung des Rheinbunds durch Napoléon, Bayern tritt dem Rheinbund bei und verlässt mit den anderen Rheinbundstaaten am 01.08.1806 das Heilige Römische Reich Deutscher Nation
1810 · das österreichische Innviertel wird Bayern angeschlossen
1813 · Bayern wendet sich von Napoléon ab, im Oktober Niederlage Napoléons bei Leipzig
1814–1815 · Wiener Kongress, Neuordnung Europas nach der Ära Napoléon, Bayern muss seine Erwerbungen von 1805 und 1810 wieder abtreten
1815 · Beitritt zum Deutschen Bund
1866 · Bruderkrieg Preußens gegen Österreich, Bayern steht auf der Seite Österreichs und unterliegt
1871 · Beitritt zum Deutschen Reich, mit einer gewissen Sonderstellung (Reservatrechte für eigene Post, Eisenbahn und Armee, sowie das Recht auf eigene Auslandsvertretungen – letzte wurden 1921 abgeschafft, die beim Heiligen Stuhl erst 1934)
1918 · Sturz der Monarchie
08.11.1918 · Proklamation des Freistaats Bayern
1919 · kommunistischer Putsch, Bürgerkrieg
1920 · der Freistaat Coburg wird per Volksabstimmung an Bayern angeschlossen
1934 · die territoriale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wird durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder werden bedeutungslos
1945 · US-amerikanische Besatzungszone, Abtrennung der Pfalz
1949 · Bayern wird Bundesland der BRD
Quelle: Atlas zur Geschichte,
Wikipedia (D),
Volker Preuß

Der Name "Bayern" leitet sich vom in früheren Zeiten hier lebenden Stamm der "Bajuwaren" ab, aber auch die keltischen "Bojer" kommen dafür in Frage.
Quelle: Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt





Mit freundlicher Untersützung von: Stephan Gorski (D)