Die Flagge von Britisch-Kolumbien wurde am 27.06.1960 angenommen. Es ist eine Wappenflagge, denn sie zeigt das Design des Wappens der Provinz. Die Flagge darf von Behörden und Dienststellen der Provinz und auch von Privatpersonen verwendet werden. Bis 1922 hätte von den Dienststellen der Provinzen offiziell der britische Union Jack, die sogenannte Royal Union Flag, verwendet werden müssen, oder aber (ab 1922 im Prinzip nur noch) die kanadische blaue Dienstflagge, der typische Britische Blue Ensign, mit dem Wappenschild Kanadas im wehenden Ende. Dennoch hatten die Provinzbehörden eigene Siegel und später auch Wappen, die eigenmächtig im wehenden Ende auf der blauen Dienstflagge platziert wurden. Für dieses Verfahren hätte eine Genehmigung der britischen Behörden vorliegen müssen, was jedoch nicht der Fall war, aber toleriert wurde. Privatpersonen hatten den Union Jack zu verwenden und ab 1892 den sog. Red Ensign, die rote Version der kanadischen Flagge mit dem Union Jack in der Oberecke und dem Wappen Kanadas im wehenden Ende. Im Zuge der allmählichen Trennung Kanadas von Großbritannien verlor der Blue Ensign als amtliches, britisches Kennzeichen seine Bedeutung und man ersetzte ihn durch neue Provinzflaggen, die von Behörden und Dienststellen der Provinzen und auch von Privatpersonen verwendet werden dürfen. So führte Britisch-Kolumbien 1960 die heutige Flagge ein. Die Flagge der Provinz folgt aus der Historie heraus britischen Vorgaben. Es gelten: Blau = Pantone 280, Rot = Pantone 186, Gelb = Pantone 116.
Es gibt ein reguläres Wappen für Britisch-Kolumbien, mit Postament, Schildhaltern, einer Wappenkrone und dem Motto. Hier dargestellt ist nur der zentrale Teil des Wappens, der Wappenschild. Das Wappenschild von Britisch-Kolumbien zeigt im oberen Teil den britischen Union Jack und im unteren Teil Sonne und die Meereswellen. Sie erinnern an die Lage von Britisch-Kolumbien an der Pazifikküste, und die über dem Pazifik untergehende Sonne.
31.03.1778 · Kapitän James Cook landet im Nootka-Sund und nimmt Vancouver Island für Großbritannien in Besitz
1794 · Spanien gibt seine Ansprüche auf Vancouver Island und die umliegenden Inseln auf
1827 · Gründung von Fort Langley als britischer Handelsstützpunkt
1843 · die Hudson’s Bay Company (HBC) errichtet mit Fort Camosun die erste permanente Siedlung, die spätere Stadt Victoria
1846 · Grenzvertrag mit Oregon, Festlegung der südlichen Grenze auf den 49. Breitengrad, beginnende Besiedelung im heutigen Britisch-Kolumbien
1849 · die HBC verlegt ihren regionalen Sitz von Fort Vancouver (heute: Portland, USA) nach Victoria, das der Stadt gegenüberliegende heute kanadische Festland wird zu dieser Zeit als New Caledonia (Neukaledonien) bezeichnet
13.01.1849 · Großbritannien formiert Vancouver Island zur Kronkolonie, ab 1851 mit der Hauptstadt Victoria, verpachtet diese jedoch für 10 Jahre an die HBC
1855 · Einrichtung eines Kolonialrates, allmähliche Eindämmung der Allmacht der HBC
1858 · Fraser-Canyon-Goldrausch, Zuzug tausender Siedler auf das von der HBC verwaltete Festland New Caledonia (Neukaledonien)
02.08.1858 · Großbritannien erklärt das Festland New Caledonia zur Kolonie British Columbia, mit der Hauptstadt Fort Langley
1863 · Arthur Edward Kennedy wird Gouverneur der Kolonie Vancouver Island und führt Reformen durch
06.08.1866 · die Kolonien "British Columbia" und "Vancouver Island" werden zur "Vereinigten Kolonie von Vancouver Island und British Columbia" fusioniert, Hauptstadt wird Victoria
1871 · Beitritt der Vereinigten Kolonie von Vancouver Island und British Columbia zur Kanadischen Konföderation
Der Name von Britisch-Kolumbien geht auf den Columbia River zurück, ein 1953 Kilometer langer Fluss, heute auf dem Gebiet Kanadas und der USA. Der Fluss ist nach dem Schiff "Columbia Rediviva" benannt, dass unter dem US-amerikanischen Kapitän Robert Gray am 11.05.1792 den Columbia River hinauffuhr.