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Armagnac

 

Übersicht

Flagge

Bedeutung/Ursprung der Flagge

Wappen

Bedeutung/Ursprung des Wappens

Landkarte der historischen Regionen in Frankreich

Erläuterungen zu den Regionen

Geschichte

Ursprung des Landesnamens



Flagge

Flagge Fahne flag drapeau Armagnac
Flagge von Armagnac,
Quelle, nach: Wikipedia (Fr)



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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Die Flagge von Armagnac ist eine Wappenflagge. Ihr Design gibt das Bild des Wappens wieder, dass im 14./15. Jhd. verwendet wurde.

Quelle: Volker Preuß

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Wappen


Wappen arms crest blason Armagnac
1140–1215, Armagnac,
Wappen von Armagnac,
Quelle, nach: Wikipedia (FR)


Wappen arms crest blason Armagnac
1215–1304, Lomagne,
Wappen von Armagnac,
Quelle, nach: Wikipedia (FR)


Wappen arms crest blason Armagnac Lomagne Armagnac Fézensac Rodez
1304–1497, Lomagne (Grafen/ Counts/ Comtés de Armagnac, Fézensac, Rodez),
Wappen von Armagnac,
Quelle, nach: Wikipedia (FR)


Wappen arms crest blason Armagnac Lomagne Armagnac-Pardiac
1391–1497, Armagnac-Pardiac (Lomagne; Grafen/ Counts/ Comtés de Pardiac, Castres, La Marche),
Wappen des Hauses Armagnac-Pardiac,
Quelle, nach: Wikipedia (FR)


Wappen arms crest blason Armagnac Alençon
1497–1525, Alençon,
Wappen des Hauses Alençon,
Quelle, nach: Wikipedia (DE)


Wappen arms crest blason Armagnac de Bourbon
1525–1607, de Bourbon,
Wappen des Hauses Bourbon,
Quelle, nach: Wikipedia (DE)

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Bedeutung/Ursprung des Wappens

Das Wappen, das heute als Wappen von Armagnac bekannt ist, stammt aus dem 14. Jahrhundert. Das Wappen ist quadriert, also vierfach geteilt, und zeigte im ersten und dritten Feld einen roten Löwen auf Silber, und im zweiten und vierten Feld einen goldenen, hersehenden Löwen auf Rot. Es entstand in dieser Form, als die Grafen von Armagnac im Jahre 1304 die Grafschaft Rodez erwarben, und ihr bisheriges Wappen, das einen roten Löwen auf Silber zeigte, um die Heraldik von Rodez erweiterten. Als 1391 die Grafschaft Pardiac noch dazu kam, wurde ein blauer Turnierkragen im Schildhaupt ergänzt. Im Jahre 1497 wurde Armagnac nach dem Aussterben des Hauses Lomagne an das Haus Alençon vererbt. Für die Linie Valois-Alençon, die 1297 begann, als Karl II., Sohn von Karl von Valois, geboren wurde, wurden acht weiße Kugeln auf dem roten Rand als Merkmal festgelegt. Der Stammvater der Linie Valois, Prinz Karl (1270–1325, Sohn von König Philipp III.), Graf von Valois, Anjou und Maine, übernahm das Wappen von Prinz Johann Tristan (1250–1270, Graf von Valois, Sohn des Königs Ludwig IX.). Er umgab das Lilienwappen der Kapetinger als erster mit einem breiten roten Rand. 1526 kam die Grafschaft an das Kapetingische Haus Bourbon. Die damit verbundene Heraldik zeigte den blauen, mit goldenen Lilien belegten Schild der Kapetinger, der von einem roten Schrägrechtsbalken bedeckt war. Das Wappen der Kapetinger zeigte drei goldene Lilien auf Blau, jedoch war das Wappen ursprünglich mit Lilien bestreut. Ab 1365 (andere Quellen nennen 1376), wurde die Anzahl der Lilien jedoch auf drei reduziert. Das Lilien-Symbol ist sehr alt, schon der germanische Stamm der Franken hat es verwendet.

Quelle: Heraldique Europeenne, Wikipedia (FR), Wikipedia (DE), Volker Preuß

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Löwe, Wappen, Heraldik Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Der Löwe in der Heraldik". Ausführungen, Varianten, Entwicklung, sowie Panther und Leoparden.

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Landkarte der historischen Regionen in Frankreich

Die historischen, französischen Regionen:

in Schwarz: Provinz und Gouvernement im Jahre 1776,
in Rot: ehemalige Grafschaft, Provinz oder Gouvernement

Landkarte: Volker Preuß

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Erläuterungen zu den Regionen

Die bis zur Französischen Revolution bestehenden Provinzen (bzw. Gouvernements) waren historisch gewachsene Gebilde, die sich oft aus ehemaligen Lehensgebieten der französischen Krone, historischen Grafschaften und Herzogtümern heraus entwickelt hatten, oft über hunderte von Jahren bestanden und Regionalität (kulturelle Besonderheiten und regionale Sprachen) bewahrt hatten. Der Französischen Revolution waren solche Erscheinungen natürlich nicht erwünscht, und im Rahmen ihrer blutigen und gewalttätigen Gleichmacherei wurden jegliche regionale Bezüge ausgemerzt. Kurz nach der Revolution wurden die Provinzen aufgelöst und Frankreich in viele kleine Départements aufgeteilt, die annähernd gleich groß und den gleichen Status haben sollten. Benannt wurden die Départements nach Flüssen oder Gebirgen, um auf keinen Fall den Namen einer der alten Provinz zu verwenden. Es gelang jedoch nicht, die Verbindungen der Einwohner Frankreichs zu ihrer jeweiligen Region abzuschneiden, so dass im Jahre 1960 wieder administrative Regionen geschaffen wurden, um bestimmte Verwaltungsprozesse regional steuern zu können. Dazu wurden Départements, die in einer bestimmten historischen Provinz lagen, zu einer historisch oft gleichnamigen Region administrativ zusammengefasst. Die dabei entstandenen Gebilde decken sich nur annähernd mit den Grenzen der historischen Provinzen. Im streng zentralistischen Frankreich wird jedwede Regionalität vermieden, so dass auch die offiziellen Flaggen dieser Regionen meist aussehen wie Flaggen von Firmen, lieblos, unhistorisch, technokratisch und modernistisch, die hier nicht Gegenstand lexikalischer Betrachtungen sein sollen. Nur in wenigen dieser Regionen gibt es offizielle Flaggen die an historische Vorbilder erinnern. Aber, sogar die Existenz dieser heutigen Regionen ist in Frage gestellt, denn im Jahr 2014 wurde eine Gebietsreform beschlossen, welche die Anzahl der Regionen ab dem Jahr 2016 durch Fusionen auf fast die Hälfte verringert. Jedoch gibt es für fast alle Regionen inoffizielle Flaggen, die an die alten Provinzen und die alte Heraldik erinnern sollen.

Wikipedia-Link zu den Regionen Frankreichs: hier klicken
FOTW-Link zu den Regionen Frankreichs: hier klicken

Quelle: Flags of the World, Wikipedia (D), Volker Preuß

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Geschichte

Antike · Besiedelung durch iberische und keltische Stämme, deren größter die Volcae sind

52 v. Chr. · römische Eroberung, Bildung der Provinz Aquitania im Westen Galliens

418 n. Chr. · die Westgoten werden als Föderaten angesiedelt, Aquitanien gehört zu ihrem Einflussbereich

5. Jahrhundert n. Chr. · Eroberung Galliens durch die Franken (unter König Chlodwig), bis 507 Eroberung Aquitaniens, Ausdehnung des Reiches bis an den Atlantik, die Pyrenäen und die die Alpen

6. Jahrhundert · die Basken (Vaskones) dehnen ihren Einfluss auf das nördliche Pyrenäenvorland aus und wandern ein, sie errichten im Süden Aquitaniens ihr Herzogtum Vasconia ("Gascogne")

581 · fränkische Herzöge regieren das Herzogtum Gascogne

660 · die Gascogne wird in das Herzogtum Aquitanien eingegliedert

771 · Karl der Große übernimmt Aquitanien und überträgt später es als Königreich seinem jüngsten Sohn Ludwig dem Frommen, Karl richtet die Grafschaft Fézensac ein, um die wiederholten Aufstände der Basken gegen die Herrschaft der Karolinger zu bekämpfen, als erster Karolingischer Graf wird Leuthard von Paris (Haus der Matfriede) erwähnt

819 · König Pippin I. von Aquitanien ernennt Aznar Sanche zum Grafen der Gascogne

836 · die Grafschaft Fézensac ist wieder im Besitz der Basken, gehört zur Baskischen Gascogne und entwickelt sich zu deren zentralem Bestandteil

848 · Graf Sanche Mitarrat nennt sich selbst Herzog der Gascogne

880 · durch die Teilung des Frankenreiches (Verträge von Verdun und Ribbemont) entsteht das Westfränkische Königreich (das spätere Frankreich), das Ostfränkische Reich (das spätere Deutsche Reich), das Königreich Italien, das Königreich Hochburgund (unter dem Welfen Rudolf), das Königreich Niederburgund bleibt bestehen

920 · Tod von Garcia Sanchez le Tors, das Erbe (das Herzogtum Gascogne) wird unter seinen drei Söhnen aufgeteilt, der Großteil der Gascogne geht an Sancho III., die Grafschaften Astarac und Fézensac an die anderen Brüder – nach dem Tod von Wilhelm Garcia (960), Graf von Fézensac, wird die Grafschaft unter den Söhnen aufgeteilt, der ältere Sohn Othon erhält die Grafschaft Fézensac, sein jüngerer Bruder Bernard le Louche erhält die durch die Teilung neu geschaffene Grafschaft Armagnac

950 · Aquitanien umfasst die Grafschaften Gascogne, Armagnac, Fézensac, Périgord, Poitou, Angoulême und La Marche

1140 · Graf Géraud III. von Armagnac vereinigt seine Grafschaft mit der Grafschaft Fézensac, weil er ohne männlichen Erben geblieben war

1182 · Tod des letzten Graf von Armagnac und Fézensac, das erste Haus der Grafen von Armagnac stirbt damit aus, das Erbe geht über Bernard I. an das Haus Lomagne, das auf Mascarose von Armagnac, eine Tochter von Géraud III. zurückgeht

1224 · König Ludwig VIII. von Frankreich, Sohn von Philipp August erobert Aquitanien, außer der Gascogne den letzten Besitz der Plantagenets in Frankreich, Poitou and Saintonge kommen direkt an die Krone, La Marche, Périgord, Angoulême und Auvergne werden als Lehen vergeben

1259 · Vertrag von Paris (Abbeville), König Heinrich III. von England erkennt den Verlust Aquitaniens an, und erhält dafür die Saintonge, die mit der Gascogne vereinigt wird, als Herzogtum Guyenne zum Lehen

1304 · die Grafen von Armagnac und Fézensac erwerben die Grafschaft Rodez

1328 · Tod von König Karl IV. (der Schöne), Aussterben der direkten Linie Kapetinger, nach salischem Recht (Lex Salica) besteigt Graf Philipp von Valois (als König Philipp VI., Sohn des Prinzen Karl von Valois, Cousin ersten Grades von König Karl IV.) den französischen Thron, der englische König Eduard III. erhebt Ansprüche auf den Thron von Frankreich, da er mütterlicherseits ein Neffe von Karl IV. ist, Anlass für den "Hundertjährigen Krieg" (englisch-französischer Krieg, 1338–1453), das Haus Valois stellt die Könige von Frankreich von 1328 bis 1589

1402 · Tod von Jean II., Graf von Armagnac und Fézensac und Graf von Pardiac, sein Cousin Bernard VII. von Armagnac bemächtigt sich der Grafschaft

1453 · Schlacht von Castillon, Ende des Hundertjährigen Krieges, die Könige von England müssen all ihre Besitzungen in Frankreich aufgeben, die Guyenne kommt endgültig zu Frankreich, das Land wird der Krondomäne angeschlossen, später Schaffung des Gouvernements Aquitanien, zu dem das Armagnac ab 1607 als Provinz gehört

1473 · Tod von Graf Jean V. nach Kämpfen gegen König Ludwig XI. von Frankreich

1497 · Aussterben des zweiten Hauses von Armagnac (Haus Lomagne), die Grafschaft kommt an Karl IV. von Alençon

1526 · Marguerite d'Angouleme, Witwe von Karl IV. von Alençon, heiratet Henri II. d'Albret König von Navarra (Haus Bourbon)

1589 · Tod von König Heinrich III. von Frankreich, Heinrich III. hatte keine Nachkommen, Aussterben der Linie Valois, Heinrich III. bestimmt Heinrich III., König von Navarra, Graf von Limousin (Haus Bourbon) zu seinem Nachfolger

1607 · die Grafschaft Armagnac wird Teil der Krondomäne und kommt zur Provinz Aquitanien

1776 · die schon im 14. Jahrhundert geschaffenen Gouvernements der Zivilverwaltung des Königreiches Frankreich werden auf eine Anzahl von 39 Stück festgeschrieben und entsprechen so der Anzahl der Provinzen, in den Vorjahren konnten auch mehrere Provinzen in einem Gouvernement zusammengefasst sein

1789 · Französische Revolution, die Gouvernements und Provinzen werden abgeschafft, Aquitanien wird in Départements zerlegt (in etwa Gironde, Dordogne, Lot, Aveyron, Landes, Lot-et-Garonne, Gers, Hautes-Pyrénées und Haute-Garonne)

1960 · Wiedereinführung von Regionen in Frankreich, Bildung der Region Aquitanien (Hauptstadt Bordeaux), jedoch nicht innerhalb historischer Grenzen, sondern durch Einbindung der Departements Dordogne, Gironde, Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques

Quelle: Wikipedia (D), Brockhaus Konversationslexikon

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Ursprung des Landesnamens

Die geografischen Namen Armagnac and Fézensac sind baskisch-okzitanischen Ursprungs und schwer zu erklären. Angeblich soll jedoch der Name Armagnac ein alter Familienname sein, nach dem diese Gegend benannt wurde.

Quelle: Handbuch der geographischen Namen, Volker Preuß

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