Das Symbol des Byzantinischen Kaiserreiches war ein goldener doppelköpfiger Adler auf rotem Grund. Als Reichsflagge fand dieses Symbol seit dem 11. Jahrhundert weite Verbreitung. Rot und Gelb sind gut erklärbar, es sind die Farben der Stadt Rom und den Römischen Reichs, was eine übliche Bezeichnung des Byzantinischen Reichs als "Zweites Rom" oder "Oströmisches Reich" gut nachvollziehen lässt. In der Praxis wurde die Flagge mit dem Adler häufig um weitere Symbole ergänzt, so etwa die Symbolik des Herrscherhauses oder Christusmonogramme, auch wurde der Adler golden eingekreist. In Kriegszeiten wurde der Adler angeblich schwarz auf Rot abgebildet. Die Kaiser aus dem Haus der Palaiologen hatten auch persönliche Standarten. Einige Quellen erwähnen hier neben der roten Adlerflagge auch eine goldene Standarte mit einem schwarzen Adler. Die Form des Adlers wird nicht geregelt gewesen sein, jedoch dürfte der Adler mit Schwert und Reichsapfel (Weltkugel) eine spätere Form darstellen, die von der Orthodoxen Kirche verwendet wurde und wird (vergleiche Athos, Hagion Oros). Eine Standarte zeigte die Symbolik der Familie herrschenden Dynastie. Das waren die Paläologen (Palaiologen). Sie kombinierten in ihrer Standarte das Georgskreuz mit einem goldenen Kreuz, das in seinen Winkeln vier Feuerstähle enthält. Dieses Symbol wird heute noch von Serbien verwendet, und hat seinen Ursprung wahrscheinlich in der Heraldik des Ordens vom Goldenen Vlies, es könnten auch viermal die griechischen Buchstaben "B" sein, was als "Baleologen" ausgelegt werden kann, aber auch als viermal den griechischen Buchstaben "V", als Initialen des griechischen Spruchs: Βασιλευς Βασιλεων Βασιλευων Βασιλευσιν (Vasilevs Vasileon Vasilevon Vasilevsin → "König der Könige, herrschend über Könige"). Insgesamt fällt es schwer die Fahnen und Banner des Byzantinischen Kaiserreiches in ein heute übliches Flaggensystem zu pressen. Es gab einfach noch keine Regelungen wie wir sie heute kennen.
395 · Teilung des Römischen Reiches in Oströmisches und Weströmisches Reich
399–401 · Abwehr der Goten
531–562 · Krieg gegen das Perserreich
533–534 · Eroberung des Wandalenreichs
535–554 · Eroberung des Ostgotenreichs
568 · Verlust von Oberitalien an die Langobarden
627 · siegreicher Krieg gegen das Perserreich
642–643 · arabische Einfälle
718 · Abwehr der Araber
1081–1185 · Abwehr der Petschenegen
1204–1261 · Lateinisches Kaiserreich von Konstantinopel, damit Aufsplitterung von Byzanz in das Kaiserreich Nikaia, das Kaiserreich Trapezunt und das Despotat von Epeiros
1261 · Rückeroberung von Konstantinopel
1453 · Eroberung von Konstantinopel durch die Türken (Osmanisches Reich)
Das Land ist in der Geschichtsschreibung unter vielen Namen zu finden: Byzantinisches Reich, Byzanz, Oströmisches Reich, Ostrom, Romäisches Reich. Der Name des Landes geht auf die Teilung des Römischen Reiches im Jahre 395 in ein Oströmisches und ein Weströmisches Reich zurück. Schon dessen Landesnamen geht auf eine Ortschaft zurück, die Stadt Rom. Das Weströmische Reich ging relativ schnell unter, und zwar 476 mit der Absetzung des letzten römischen Kaisers Romulus Augustulus, bzw. 486 mit Untergang des Reiches des Syagrius als letzten römischen Statthalter. Das Oströmische Reich bestand noch viele Jahrhunderte und da das Römische Reich mit Westrom quasi untergegangen war, wurde die Hauptstadt des Oströmischen Reiches – Byzanz – der Mittelpunkt der römischen Welt, als sprichwörtliches Zweites Rom. Das wird auch im Selbstverständnis des Landes deutlich, das sich selber Basileía Rhōmaíōn (Imperium Romanum) nannte, und zwar in der Landsprache Griechisch. Die Einwohner verstanden sich selber auch nicht als Griechen, sondern als "Romäer", also Römer. Von einigen Geschichtsschreibern, Chronisten und Zeitzeugen wurde das Land ebenfalls nach der Hauptstadt benannt, woher der Name Byzantinisches Reich kommt, auch wenn die Stadt ab dem Jahre 337, nach dem Tod von Kaiser Konstantin, in "Constantinopolis" umbenannt wurde. Der Name Konstantinopel blieb für die Stadt bis zur Eroberung durch die Türken im Jahre 1453 erhalten, welche die Stadt in "Istānbūl" umbenannten, auch wenn in einem Übergangszeitraum "Kostantiniyye" weiter verwendet wurde.