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Mecklenburg-Schwerin

 

Übersicht

Flaggen

Bedeutung/Ursprung der Flagge

Wappen

Bedeutung/Ursprung des Wappens

Die Kokarde

Landkarte

Zahlen und Fakten

Geschichte

Ursprung des Landesnamens



Flaggen

Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Landesflagge
bis 1918,
Landesflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905–1909




Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Landesfarben
1863–1934,
Landesfarben,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: World Statesmen




Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Dienstflagge official flag
1900–1918,
Dienstflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: World Statesmen





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Staatsflagge Residenzflagge state flag residencial flag Großherzog Grand Duke
1900–1918,
Staats/Residenzflagge für großherzogliche Gebäude,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Seedienstflagge official flag offshore
ca. 1860–1893,
Seedienstflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Seedienstflagge official flag offshore
1893–1921,
Seedienstflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Seedienstflagge official flag offshore
1923–1933,
Seedienstflagge,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Seedienstflagge für Binnengewässer official flag on inland waters
1893–1921,
Seedienstflagge für Binnengewässer,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Seedienstflagge für Binnengewässer official flag on inland waters
1923–1935,
Seedienstflagge für Binnengewässer,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Großherzog Grand Duke
ca. 1897–1918,
Flagge des Großherzogs,
Seitenverhältnis = 4:5,
Quelle, nach: Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Großherzog Grand Duke
ca. 1897–1918,
Flagge des Großherzogs zur See,
Seitenverhältnis = 2:3,
Quelle, nach: Deutsche Wappen Rolle, Flags of the World





Flagge Fahne flag Mecklenburg-Schwerin Herzog Duke Thronfolger successor
1900–1918,
Flagge des Herzogs (Thronfolger),
Quelle, nach: Snamjena Germanii



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Bedeutung/Ursprung der Flagge

Das Herzogtum Mecklenburg wurde im Jahre 1352 das erste mal zwischen zwei dynastischen Linien der Familie aufgeteilt, was immer wieder geschah, so auch 1621 und zuletzt im Jahre 1701. Die Herzöge – und ab 1814 Großherzöge – der beiden Teilfürstentümer teilten nicht nur ihren Titel, es wurde auch das gleiche Wappen verwendet, und auch die gleichen Landesfarben und Flaggen. Ab 1755 gab es sogar eine gemeinsame Ständevertretung (eine Art Parlament) für beide Teilfürstentümer.

Die Flagge von Mecklenburg war Blau, Weiß und Rot, die bis ca. 1870 auch mit dem Stierkopf verwendet wurde, jedoch spielte auch die Farbkombination von Blau, Gelb und Rot eine große Rolle, und zwar zunächst nur als militärische Farben. Im Jahre 1863 wurden Blau, Gelb und Rot dann als Landesfarben eingeführt, sie konnten von jedermann verwendet werden, auch auf Flaggen, aber es wurden auch offizielle Flaggen in diesen Farben eingeführt. Einige Flaggen verblieben aber in Blau, Weiß und Rot, sogar bis 1935. Die Farben von Mecklenburg, Blau, Weiß, Gelb und Rot, gehen wahrscheinlich auf Farben im Wappen der Herrscher von Mecklenburg zurück, denn ab dem 14. Jahrhundert wurde ein vierfach geteiltes Wappen verwendet, welches die einzelnen Erwerbungen der Herren von Mecklenburg zeigte. Darin kommen diese Farben vor.

Erwähnenswert ist die Seedienstflagge, die Flagge für Schiffe, Fahrzeuge und Staatsgebäude der Behörden der Seeschiffahrt. Sie wurde ca. 1860 eingeführt, in den Farben Blau, Weiß und Rot, zeigte in der Oberecke ein goldenes Feld mit dem Stierkopf, und in der Mitte eine weiße Scheibe mit einem mit einer Königskrone bekrönten Anker. Im Jahre 1896 wurde die Seedienstflagge im im Design der amtlichen Flaggen für alle Küstenstaaten des Deutschen Reiches eingeführt, um ein einheitliches Erscheinungsbild der Behörden auf See zu gewährleisten. Sie entsprach der kaiserlichen schwarz-weiß-roten Marinedienstflagge des Deutschen Reiches, und unterschied die einzelnen Länder nur durch die Wappendarstellung in der Oberecke der Flagge. Dieses Prinzip wurde für die Seedienstflaggen der Küstenländer des Reichs auch nach dem Sturz der Monarchien beibehalten, jedoch wurden Anker und Kaiserkrone durch den goldenen Bundesschild ersetzt, nur nicht im Mecklenburg. Dort wurde die ab 1919 schwarz-rot-goldene Flagge des Deutschen Reiches in die Oberecke gesetzt, und in die weiße Scheibe in der Mitte wurde der Stierkopf platziert.

Der Großherzog hatte seine eigene Flagge, und wahrscheinlich verwendete der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin bis 1897 das gleiche Modell blau-weiß-rote wie der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz. Jedoch hat der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin 1897 für sich eine neue Flagge eingeführt. Sie erscheint als Wappenflagge und zeigte das Abbild des Wappens mit seinen sechs Feldern und dem Herzschild. Auch der Thonfolger (mit Herzogstitel) hatte ab 1900 seine eigene Flagge.

Quelle: Meyers Konversationslexikon, World Statesmen, Flags of the World, Wikipedia (D), Volker Preuß

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Wappen


Wappen coat of arms Mecklenburg
14. Jhd.,
Wappen von Mecklenburg,
Quelle, nach: Heraldique Europeenne


Wappen coat of arms Mecklenburg-Schwerin
19. Jhd. bis 1918,
Wappen von Mecklenburg-Schwerin,
Quelle, nach: HGISG Geoinform


Wappen coat of arms Mecklenburg-Schwerin Freistaat free state
1918–1934,
Wappen Freistaat Mecklenburg-Schwerin,
Quelle, nach: Wikipedia (EN) By Otto Hupp, PNG durch David Liuzzo [Public domain], via Wikimedia Commons

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Bedeutung/Ursprung des Wappens

Das Wappen der Herren von Mecklenburg zeigte ursprünglich einen Greifen, ab 1219 jedoch einen schwarzen Kopf eines Stiers, mit Halsfell, auf goldenem Grund. Ab dem 14. Jahrhundert wurde ein viergeteiltes Wappen verwendet, dass die Besitzungen und Erwerbungen des Hauses Mecklenburg zeigte. Diese Heroldstücke tauchten über die Zeiten immer wieder auf oder wurden ergänzt. Zunächst waren das der Sierkopf – mit Halsfell – auf Gold für Mecklenburg, ein goldener Greif auf Blau (Rostock), ein zwischen Blau und Weiß geteiltes Feld, im oberen, blauen ein goldener Greif, im unteren ein grünes Feld (Fürstentum Schwerin), ein schräger Stierkopf – ohne Halsfell – auf Gold (Werle), ein zwischen Rot und Gold geteiltes Feld, auch als Herzschild verwendet (Grafschaft Schwerin). Ab dem 16. Jahrhundert erschien noch ein Arm, der einen goldenen Ring hält auf Rot (Stargard) und ab dem 17. Jahrhundert noch ein bekröntes, silbernes Kreuz auf Rot (Ratzeburg).

Zwischen den Linien Mecklenburg-Güstrow und Mecklenburg-Schwerin gab es im Wappen keine Unterschiede, denn die Herzöge der beiden Teilfürstentümer teilten nicht nur ihren Titel, es wurde auch das gleiche Wappen verwendet, und auch die gleichen Landesfarben. Das war auch zwischen Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz so gehandhabt worden, dennoch gibt es im Wappen einige kleine Unterschiede: 1.) Im roten Feld des Fürstentums Ratzeburg sitzt die Krone bei Mecklenburg-Strelitz nicht direkt auf dem Kreuz, sondern mit etwas Abstand darüber. 2.) Im roten Feld der Herrschaft Stargard kommt der Arm bei Mecklenburg-Strelitz nicht direkt aus dem Rand des Feldes sondern zunächst aus einer Wolke. 3.) Im großen Wappen befinden sich oberhalb des Schildes drei bekrönte Helme, der mittlere Helm trägt bei Mecklenburg-Strelitz keine gewöhnliche Krone sondern eine sogenannte Wendische Krone (einer Reifkrone ähnlich) und die dort herausschauenden Pfähle haben die Farbabfolge Schwarz, Rot, Gold, Blau, Silber anstelle Schwarz, Gold, Rot, Silber, Blau (bei Mecklenburg-Schwerin) und der dahinter liegende Stierkopf ist nicht wie bei Mecklenburg-Schwerin auf einem goldenen Schild platziert. 4.) Im großen Wappen zeigt der das Schild haltende Stier bei Mecklenburg-Strelitz keine Zunge und der Greif hat den Schwanz nicht erhoben sondern zwischen die Beine geschlagen. 5.) Ordenskette und Spruchband erscheinen nur im Wappen von Mecklenburg-Schwerin. 6.) Im großen Wappen zeigt der Baldachin des Wappenzeltes bei Mecklenburg-Strelitz keinerlei Ornamente. Oft fällt bei historischen Darstellungen des großen und mittleren Wappens auf, dass die beiden Schildhalter, Stier und Greif, entweder beide nach innen oder beide nach außen schauen. Dieser Unterschied ist (nach Ströhl) nicht von Bedeutung, sondern folgte, sich über die Zeiten ändernd, einem bestimmten Geschmack, wobei Schildhalter zuletzt (um 1895) nach innen blickten. Das goldene Wappen mit den Stierkopf wurde über alle Zeiten als kleines Wappen beibehalten.

Nachdem die Monarchie abgeschafft worden war, wurde Mecklenburg-Schwerin ein Freistaat, und nahm im Jahre 1918 ein neues Wappen an. Es verblieb jedoch weitestgehend unangetastet. Nur die großherzogliche Krone auf dem Wappen wurde durch eine "Volkskrone" ersetzt. Auch die bekannten Heroldsstücke haben ihre Kronen behalten. Im Jahr 1934 wurden Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz zum Land Mecklenburg vereinigt.

Quelle: Deutsche Wappen Rolle, Heraldique Europeenne, HGISG Geoinform, Volker Preuß

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Kokarde


Kokarde cockade Mecklenburg-Schwerin
ab 1807,
Kokarde von Mecklenburg-Schwerin

Kokarde cockade Mecklenburg-Schwerin
bis 1919,
Kokarde von Mecklenburg-Schwerin

In der napoleonischen Zeit zeigten die Kokarden des Landes ab 1807 die Farbkombination Rot-Blau-Gelb, im Jahre 1919 jedoch Rot-Gelb-Blau. Über die Färbung und Gestaltung der Kokarden zwischen dem Ende der Napoleonischen Ära und dem Ende der Monarchie im Jahre 1918 ist den Autoren nichts genaueres bekannt.

Quelle, nach: Jürgen Kaltschmitt, nach
1) P. Bunde, Brigadeuniformtafel Nr.174, Herzogenrath 2006
2) P. Schuchhardt, Compagnie d'Elite, Uniformtafel Nr 15, Gütersloh 2000

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Lesen Sie hier:
Hintergründe, Geschichte und Fakten zum Thema "Kokarden".

Kokarde cockade
  Kokarde

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Landkarte


Quelle: Stielers Hand-Atlas, Justus Perthes, 1891

Die Landkarte zeigt die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, um das Jahr 1890. Die Grenze des Deutschen Reiches ist rot unterlegt, die Preußens blau, die von Mecklenburg-Schwerin gelb, die von Mecklenburg-Strelitz braun.

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Zahlen und Fakten

Fläche: 13.127 km²

Einwohner: 640.000 (1910)

Bevölkerungsdichte: 49 Ew./km² (1910)

Hauptstadt: Schwerin

Währung bis 1867: 1 Taler = 48 Schillinge = 576 Pfennige

Währung 1868–1871: 1 Taler = 30 Groschen = ....

Währung 1871–1924: 1 Mark = 100 Pfennig

Währung 1924–1934: 1 Reichsmark (RM) = 100 Reichspfennig (Rpf.)

Quelle: Wikipedia (D), Der Michel, Volker Preuß

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Geschichte

frühere Geschichte von Mecklenburg – hier klicken

1701 · Hamburger Vergleich, erneute Teilung des Landes Mecklenburg in die Teilherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz

1755 · Einführung einer Verfassung (Landesgrundgesetzlicher Erbvergleich) für beide Landesteile, die so (de jure) einen gemeinsamen Staat bildeten und so bis 1918 einem gemeinsamen Landtag hatten

1792, 1796, 1800 und 1805 · Invasionen französischer Revolutionstruppen unter Napoléon in das Deutsche Reich, das Deutsche Reich unterliegt und wird von Napoléon territorial umgestaltet

1803 · Reichsdeputationshauptschluss, Umgestaltung der territorialen Gliederung des Deutschen Reiches, geistliche Besitzungen werden enteignet, alte Fürstenterritorien und freie Städte werden enteignet oder aufgehoben und alten oder neuen Fürstentümern übertragen, die Zahl der Gebietskörperschaften des Reiches wird dadurch von 300 auf 60 reduziert

12.07.1806 · Napoléon erzwingt die Gründung des Rheinbunds, ein Zusammenschluss von sechzehn süd- und südwestdeutschen Staaten unter französischem Protektorat

01.08.1806 · die Staaten des Rheinbunds treten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus

06.08.1806 · Kaiser Franz II. legt die Krone des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nieder, das Reich endet

22.03.1808 · Mecklenburg-Schwerin tritt dem Rheinbund bei, der Herzog wird von Napoléon zum Großherzog erhoben

Oktober 1813 · Niederlage Napoléons bei Leipzig, der Rheinbund beginnt zu zerfallen, Napoléon und seine Truppen ziehen sich hinter den Rhein zurück

1814–1815 · Wiener Kongress, Neuordnung Europas nach der Ära Napoléon, die Besitzverhältnisse und die Raumordnung im ehemaligen Deutschen Reich werden wieder hergestellt, jedoch nicht die Souveränität der geistlichen Länder, deren Besitzungen werden alten oder neuen Fürstentümern übertragen oder angeschlossen, die Herzöge von Mecklenburg werden zu Großherzögen erhoben, die 39 verbleibenden deutschen Staaten – so auch Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz – werden in einem lockeren Zusammenschluss, dem Deutschen Bund organisiert

1866 · Deutscher Krieg (Bruderkrieg) Preußens und seiner Verbündeten gegen Österreich und seine Verbündeten, Preußen siegt, die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz stehen auf der Seite Preußens, Beitritt zum Norddeutschen Bund

1871 · Beitritt von Mecklenburg-Schwerin zum Deutschen Reich

1918 · Sturz der Monarchie

1920 · Freistaat Mecklenburg-Schwerin

01.01.1934 · Vereinigung von Mecklenburg-Strelitz mit Mecklenburg-Schwerin zum Land Mecklenburg

1933–1934 · Mecklenburg tritt (wie alle deutschen Länder), Hoheitsrechte an die Reichsregierung ab, die territoriale Länder-Struktur des Deutschen Reiches wird durch die Gaue der NSDAP abgelöst, die Länder werden bedeutungslos, final am 30.01.1934 durch das 'Gesetz über den Neuaufbau des Reiches'

Quelle/Source: Atlas zur Geschichte, Wikipedia (D), Discovery '97, HGISG Geoinform, Volker Preuß, Jürgen Kaltschmitt

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Ursprung des Landesnamens

Der Name Mecklenburg wird erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 995 als 'Mikelenburg' erwähnt. Damit war eine slawische Burg gemeint, die Burg 'Wiligrad', denen Namen ins Niederdeutsche übertragen wurde. Denn 'Wiligrad' heißt in der Sprache der Obodriten und auf Niederdeutsch "große Burg" ("miekel“ = groß). Die Herren der Mikelenburg, Fürsten vom Stamm der Obodriten wurden später die Herren des ganzen Landes und sogar Reichsfürsten. Sie regierten bis 1918. Der Namenszusatz 'Schwerin' verweist auf die Residenz der im Lande herrschenden Linie hin, die Stadt Schwerin.

Quelle: Wikipedia (D), Volker Preuß

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